Sandra
Bullock fühlt sich endlich so frei sich auch um sich selbst zu kümmern. (5
April 2000)
Von: Louis Hobson
Hollywood - Es sieht so
aus, als sei Sandra Bullock die glücklichste Person in Hollywood. Ihre Co-Stars
betonen ständig wie fröhlich, gutmütig, sprudelnd und großzügig die
Schauspielerin ist, ob sie sich nun auf einem Film-Set befindet oder nicht. Sie
bestehen außerdem darauf, daß Bullock für ihre Filmteams die besten Parties des
ganzen Business schmeißt. Aber nicht alles ist so rosig in Sandras Leben.
"Sicher, ich bin
eine optimistische, fröhliche Person aber ich bin außerdem auch ängstlich und
unsicher." räumt Bullock ein.
"Einer der Gründe,
warum ich mich bemühe nett zu sein ist, daß ich weiß wie es ist, wenn niemand
nett zu einem ist. Ich kam in meinen jungen Teenagerjahren aus Deutschland nach
Amerika und wurde während der Zwischenstufe meiner Highschool ziemlich heftig
in den Hintern getreten." sagt Bullock, die in Arlington,
Virginia geboren wurde aber die meiste Zeit ihrer Kindheit in Europa
verbrachte, da Ihre Mutter Helga eine berühmte deutsche Opernsängerin war.
"Ich hörte mich
anders an und kleidete mich anders. Meine Klassenkameraden waren unglaublich
grausam und das hat seine spuren hinterlassen. Meine Verteidigung war, anderen
die Hand zu reichen. Als Ergebnis davon waren die meiste Zeit in meinem Leben
als Erwachsene die Angelegenheiten irgendwelcher anderen wichtiger als meine
eigenen. Erst in den letzten paar Jahren habe ich gelernt, mir selbst gegenüber
netter zu sein."
Es ist Bullock's neuester Film "28 Days" der sie in
dieser uncharakteristischen und in sich gekehrten Stimmung zeigt.
In dieser düsteren
Komödie, die am 14. April in Winnipeg startet, spielt
Bullock Gwen Cummings, eine erfolgreiche
Schriftstellerin, dessen Leben eine einzige große Party voller Drogen, Alkohol
und Sex ist. Als Sie sich auf der Hochzeit ihrer Schwester die Limousine des
Brautpaares ausleiht und prompt zu Schrott fährt, wird Gwen zu 28 Tagen
Aufenthalt in einer Entzugsklinik verurteilt.
Als Teil ihrer
Vorbereitung und der Recherche für den Film hat Sandra Bullock ein
Rehabilitationszentrum besucht.
"Ich habe ehrlich
erwartet einige Berühmtheiten und besonders ein paar Heavy Metal Rocker dort zu
sehen, aber jeder dort war einfach nur der Mann oder die Frau von Nebenan. Das
war ernüchternd und erleuchtend."
Bullock macht weder den
Film noch ihre Nachforschungen dafür im letzen Jahr für ihr neugefundenes
Gefühl der Sicherheit verantwortlich. Statt dessen sagt sie, sie hat seit
einiger Zeit an sich selber gearbeitet.
"Ich begann vor vier
Jahren mein Leben umzukrempeln. Ich liebe es wo ich stehe und wohin ich mich
selbst gehen sehe. Allmählich habe ich begonnen, mich von den Dingen zu
befreien, von denen ich dachte, daß ich sie tun müßte um glücklich zu
sein."
Ein großer Teil in Bullock's neuer Strategie schließt ein, mehr Zeit zuhause
auf Ihrer Ranch in Texas zu verbringen.
"Ich liebe es zu
arbeiten, aber ich genieße auch diese Nistphase in der ich mich befinde."
Sie befindet sich zwar in
einer Beziehung, aber sie sagt sie habe nicht vor in nächster Zeit ein Kind zu
bekommen.
"Ich werde
irgendwann ein Kind haben, aber nur wenn ich zu diesem Zeitpunkt wirklich
verliebt bin. Ich hätte Kinder haben können als ich 17 war aber ich war in
dieser Phase meines Lebens viel zu egoistisch"
Obwohl es so aussieht,
als wäre Bullock ziemlich zurückhaltend geworden, ist sie schnell bereit
klarzustellen, daß sie nicht plant vollständig ruhig zu werden.
"Je älter ich werde,
desto weniger erwachsen werde ich und das gefällt mir. Ich beabsichtige einfach
mein Verhalten so zu lenken, daß es mir genauso wie
anderen nützt. Ich habe in der Highschool emporgeragt, wie das viele andere
Leute von sich denken und ich denke auch jetzt noch nicht, daß ich emporrage.
Das möchte ich tun wenn ich 50 bin. Wie ich oft gesagt habe, hatte ich keine
lustige Kindheit. Ich habe sie jetzt, weil ich mich so befreit fühle."
copyright © 2000 by The Liberty Bell
übersetzt
von Marko von der Heide