Mit sich selbst konfrontiert: Ein Interview mit Sandra Bullock (2000)
Von Jaime Wells

Wenn eine ganze Industrie von Brustimplantaten, Bauchverkleinerungen und Nasenoperationen lebt, dann hat Sandra Bullock ihre große Chance durch, glauben Sie es oder nicht, mit Bionic bekommen. 1989, ein halbes Dutzend Jahre nach ihrem Abschluß an Arlington’s Washington-Lee High School (wo sie zur „Most Likely To Brighten up Your Day“ gewählt wurde), hat Bullock ihre erst große Rolle an Land gezogen: sie spielte gegenüber Lee Majors und Lindsay Wagner in „Bionic Showdown: The Six Million Dollar Man and the Bionic Woman“

Tatsächlich hat Bullock ihren ersten Kontakt mit dem Showbusineß schon bekommen als sie in ihren jungen Jahren mit ihrer Mutter, einer umjubelten deutschen Opernsängerin, unterwegs war. Die Wunsch Schauspielerin zu werden hat sie schon sehr jung erwischt. 1985 hat sie sie die East Carolina University verlassen um nach New York zu ziehen und ihre Karriere zu beginnen. Ihr Stern stieg langsam aber sicher bis er sich letztenendes durch Filme wie „Demolition Man“, „Speed“, „Die Jury“ und im letzten Jahr „Auf die stürmische Art“ zu einer Supernova entwickelte.

Im Moment spielt sie die Hauptrolle in „28 Days“, einer Geschichte über eine ausgelaugte New Yorker Journalistin, deren Partywütiges Leben sie auf richterlichen Beschluß in eine Rehabilitationsklinik bringt. Um sich auf die Rolle vorzubereiten hat Bullock eine Woche mit Fremden in einer solchen Einrichtung verbracht und sich dort ihren persönlichen Problemen gestellt. drDrew.com hat mit der im District of Columbia geborenen Schauspielerin gesprochen.

drDrew.com: Sie sind in eine Rehabilitationsklinik gegangen, um sich auf Ihre Rolle vorzubereiten. Was war das für ein Gefühl?
Sandra Bullock: Es war das Erschreckendste das ich jemals in meinem Leben getan habe, aber ich würde es augenblicklich wieder tun. Ich habe einen Ort gefunden,  wo ich die Erlaubnis bekam für eine Woche in einer Therapiegruppe dabeizusein. Der Therapeut sagte, „Wenn du bereit bist, dich für uns zu öffnen, was für uns alle wichtig wäre, dann denke ich, du solltest das tun.“ Also habe ich eine Zusammenfassung über mein Leben erzählt. Das hat es für alle erträglicher gemacht, da sie festgestellt haben, daß ich nicht anders als sie bin, mal davon abgesehen, daß ich diesem verrückten Business lebe, das alles verherrlicht und es so aussehen läßt als wenn es dort keine Probleme gäbe.

drDrew.com: Was war das für ein Gefühl die intimen Details Ihres leben preiszugeben?
SB: Die nächsten vier Tage waren außerordentlich schmerzhaft, real und schön und die meiste ehrliche Zeit habe ich mit mir verbracht. Ich war zu diesen Leuten ehrlicher als ich jemals zu meinen Eltern oder Freunden war.

drDrew.com: Warum glauben Sie war es einfacher mit Fremden zu reden?
SB: Das kommt daher du mit ihnen nichts zu verlieren hast. Wir versuchen uns immer als solch großartige perfekte Wesen verkleiden, die alles können, aber das entspricht einfach nicht der Wahrheit.

drDrew.com: Wie haben sie sich gefühlt als sie die Reha verlassen haben um den Film zu drehen?
SB: Ich wollte nicht gehen, weil ich diese Menschen während der Familienwoche getroffen und ihre Familien kenngelernt habe. Ich hatte außerdem begonnen mich mit persönlichen Dingen zu beschäftigen. Ich habe mich gefühlt als würde ich mittendrin aufhören. Aber es war schön, daß wir die Geschichte den Film über fortgesetzt haben. So habe ich mich gefühlt als würde ich mich mit Dingen beschäftigen, für die ich mir nie Zeit genommen habe, und ich hatte dort einen netten Job, der mir diese Möglichkeit gegebne hat.

drDrew.com: Es gab auch eine Menge Humor in diesem Film.
SB: In der Reha lachst du dir die Seele aus dem Leib. In der einen Sekunde weinst du und in der anderen lachst du. Es sieht so aus, als ob die schwersten Momente im Leben immer mit einer Menge guten Humors verbunden sind.

drDrew.com: Haben sie gezögert ihre Geschichte mit Leuten zu teilen, die sie vielleicht weitererzählen?
SB: Ich habe nicht eine Sekunde daran gedacht, daß sie losgehen und über meine Angelegenheiten erzählen, weil es nicht so war. Das war das echte Leben. Das war so echt wie das Leben nur sein kann. Und wenn sie etwas erzählt haben, dann sind sie nicht ehrlich zu sich selbst.

drDrew.com: Was hat sie am Thema des Films interessiert?
SB: Für mich war es die Tatsache, das wir alle absolut gleich sind. Wir haben alle unsere Unsicherheiten auf den gleichen Gebieten.

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übersetzt von Marko von der Heide